Weltmeisterpokal im Fußball

Der goldene Pokal der Fußballweltmeisterschaft ist die wohl bekannteste und faszinierendste Trophäe in der Welt des Sports. Das Modell, das wir heute kennen, wurde 1970 vom Weltfußballverband in Auftrag gegeben und ein Jahr später von dem italienischen Künstler Silvio Gazzaniga entworfen. Deutschland war das erste Land, das diesen Pokal – beziehungsweise eine Kopie aus Bronze davon – mit nach Hause nehmen konnte, nachdem Gerd Müller im WM-Finale 1974 das 2:1 gegen die Niederlande schoss.

In den 40 Jahren davor (die FIFA-WM gibt es seit 1930) gab es eine andere Trophäe, den Jules-Rimet-Pokal, ein Wanderpokal, von dem keine Kopien erstellt wurden. Er ging allerdings – entsprechend dem damaligen Reglement – dauerhaft nach Brasilien, nachdem das Land 1970 zum dritten Mal Weltmeister wurde. Die Ironie will es, dass Brasilien damals gegen Italien gewann, woraufhin ein italienischer Künstler den neuen Pokal kreieren durfte. Gazzanigas Skulptur stellt zwei triumphierende Spieler dar, die unsere Welt in den Händen halten. Für die Fertigstellung des ersten Entwurfs hatte sich der Meister eine Woche lang in seine Werkstatt eingeschlossen und ununterbrochen gearbeitet, bis er ein Modell entworfen hatte, das seiner Idee gerecht geworden war: die Form des Pokals sollte gleichsam Harmonie und Dynamik ausstrahlen, sowie ein Symbol für Jubel und Freude sein.

Das goldene Original des Pokals steht übrigens im FIFA-Hauptquartier in Zürich und ist dort sicher aufbewahrt. Auch wenn der Pokal jederzeit wieder reproduziert werden könnte, wäre es doch traurig, wenn ihm dasselbe Schicksal wiederfahren würde wie seinem Vorgänger: der Jules-Rimet-Pokal wurde 1983 in Rio de Janeiro gestohlen und, so die Ermittlungen der brasilianischen Polizei, von den Dieben eingeschmolzen.

Foto: http://www.flickr.com/photos/hbritz/152689750/

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